Fachtagsreihe „Schule als Schutzraum“ 06.10.2026 Diskriminierung abbauen – Ressourcen schaffen

Fachtagsreihe „Schule als Schutzraum“ 06.10.2026 Diskriminierung abbauen –  Ressourcen schaffen

Wir laden ein zur dritten Veranstaltung im Rahmen der Fachtagsreihe „Schule als Schutzraum“. Angesichts sich vielerorts zuspitzender Bedingungen im schulischen Betrieb wird in diesem Jahr die Stärkung pädagogischer Wirksamkeit besonders im Fokus stehen. In der Veranstaltung werden wir deswegen verschiedene Diskriminierungsformen im Schulalltag, insbesondere das Phänomen der Mehrfachdiskriminierung, in den Blick nehmen und aufzeigen, wie durch deren Abbau Ressourcen – auch für schulisches Personal – entdeckt bzw. geschaffen werden können.

Ziel der Fachtagsreihe ist es, Schule für alle zu einem sicheren Ort für Entwicklung und Entfaltung werden zu lassen. Die Veranstaltungen sollen einen Raum für Wissenserwerb, Reflexion und Austausch bieten.

Dienstag, 6. Oktober 2026
09:00 bis 14:00 Uhr
VHS Lichtenberg, Paul Junius Str. 71, 10369 Berlin
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.

Ablauf

Keynote von Olenka Bordo Benavides: Wahrnehmung- Haltung- Handlung
Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte stehen im Schulalltag in der Verantwortung, Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung professionell und sensibel zu begegnen. Der Input greift diese Aufgabe auf und gibt Einblicke in den methodischen Dreischritt „Wahrnehmung – Haltung – Handlung“ von Katja Kinder und Peggy Piesche sowie in rechtliche Einrahmungen, wie Kinderschutz. Der Impuls regt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit pädagogischer Praxis aus diskriminierungs- und rassismuskritischer Perspektive an.


Workshop: Raum für Elternperspektiven in dialogischen Settings (Stefanie Woschniok & Zeinab Khalife)
Die dialogische Zusammenarbeit mit Eltern ermutigt, sich zu öffnen, um auch sensible Themen besprechbar zu machen. Die Referentinnen vermitteln die dialogische Haltung in Theorie und Praxis. Die Teilnehmenden erfahren am Beispiel der Dialogrunde, wie wertvoll diese Form der Kommunikation in der Zusammenarbeit mit Elternpersonen ist. Der Dialog stärkt die Familien und die Gesellschaft. Allen wird zugehört, jeder kann sprechen.


Workshop: Intersektionalität- Hä? Ein Workshop zum Erleben, Verknüpfen und Verstehen (Yili Rojas)
Intersektionalität klingt oft kompliziert, beschreibt aber etwas sehr Alltägliches: das Zusammenspiel von Erfahrungen, Ungleichheiten und Machtverhältnissen. In diesem Workshop nähern wir uns dem Thema kreativ und gemeinsam. Mit Fäden, Materialien und einer wachsenden Installation verweben wir Geschichten, Perspektiven und Fragen. Durch Wahrnehmung, Bewegung und Austausch
entstehen neue Zugänge, die Intersektionalität erfahrbar machen und Raum für Reflexion und
Begegnung öffnen.


Workshop: Den Nahostkonflikt besprechbarer machen (Horst Peter Gerlich)
Das Besprechen des Nahostkonflikts ist für pädagogische Fachkräfte herausfordernder denn je,
insbesondere in Gruppen mit verschiedenen Positionierungen und Haltungen. Wir schauen aus
verschiedenen Perspektiven auf die aktuelle Situation und die Geschichte des Nahostkonflikts. Durch
das Erkennen und Einordnen von antisemitischen und rassistischen Diskursen im Rahmen des
Konflikts schaffen wir eine zusätzliche Handlungssicherheit. Die eingesetzten Methoden sind für den
Unterricht geeignet und erweitern die Handlungsoptionen.


Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Anlauf- und Fachstelle für Diskriminierungsschutz an
Schulen in Lichtenberg, Antisemitismusbeauftragten Lichtenberg und Treptow-Köpenick,
Koordinierungsstelle Demokratie Marzahn-Hellersdorf, aras- Antirassistische
Bildung an Schulen & MaMis en Movimiento e.V.


Rückfragen zum Fachtag an: [E-Mail-Adresse einblenden]