Nachbetrachtung: Tischgespräche vom 30. Juni mit Arne Semsrott

Nachbetrachtung: Tischgespräche vom 30. Juni mit Arne Semsrott

Ein Beitrag vom Kirchenkreisprojekt Welcome! der SozDia Stiftung Berlin.

Ein Abend voller Fragen, Austausch und Zuversicht

Am 30. Juni kamen knapp 100 Menschen im Gemeindezentrum Am Fennpfuhl zusammen, um über den Zustand unserer Demokratie und die Rolle der Zivilgesellschaft zu diskutieren. Eingeladen hatte das Kirchenkreisprojekt Welcome! der SozDia Stiftung Berlin gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis Berlin Süd-Ost. Kooperationspartner*innen der Veranstaltung waren die Fach- und Netzwerkstelle Lichtblicke, die Koordinierungsstelle Demokratie Marzahn-Hellersdorf sowie das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf.

Das Publikum war vielfältig: Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden, Fachkräfte der Sozialen Arbeit sowie Engagierte aus zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen aus ganz Berlin kamen miteinander ins Gespräch.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Lesung von Arne Semsrott aus seinem aktuellen Buch Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück – Eine Anleitung für die demokratische Offensive. Ausgehend von den Buchpassagen sprach er über aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen und zeigte auf, wie zivilgesellschaftliche Gegenmacht bereits heute wirkt, demokratische Strukturen stärkt und Anlass zur Hoffnung gibt.

In der anschließenden Fragerunde diskutierten die Teilnehmenden mit Arne Semsrott unter anderem über Desinformation, gesellschaftliche Polarisisierung, die Verantwortung politischer Entscheidungsträger*innen und die Bedeutung einer lebendigen Demokratie vor Ort. Die zahlreichen Fragen machten deutlich, wie groß das Interesse an konkreten Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit den aktuellen demokratischen Herausforderungen ist.

Bei einem gemeinsamen Abendessen wurde der Austausch anschließend fortgesetzt. Dabei zeigte sich einmal mehr, konstruktiver Diskurs und demokratisches Zusammenleben findet tagtäglich überall statt: In Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen, Initiativen und Nachbarschaftsprojekten. Genau dort entstehen Räume für Solidarität, Beteiligung und demokratisches Engagement. Der Abend machte Mut und verdeutlichte, dass Demokratie dort besonders stark ist, wo Menschen Verantwortung übernehmen und sich gemeinsam für ein respektvolles Miteinander einsetzen.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Tischgespräche!