Filmabend und Gespräch zu Gerda M. Meyer, Erinnerungskultur und Antisemitismus
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und die Koordinierungsstelle Demokratie Marzahn-Hellersdorf laden am Montag, den 12. Oktober 2026, zu einem Film- und Gesprächsabend in die Alice Salomon Hochschule Berlin ein.
Im Audimax der Hochschule wird der Film „In den Seiten der Zeit – Ich leb’ so gern“ gezeigt. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Klaus Lederer statt, moderiert von Henny Engels.
Gerda M. Meyer: Eine Lebensgeschichte aus Berlin
Im Mittelpunkt des Films steht die Lebensgeschichte von Gerda M. Meyer. Sie absolvierte Anfang der 1930er Jahre ihre Ausbildung zur Fürsorgerin an der damaligen Sozialen Frauenschule, der heutigen Alice Salomon Hochschule.
Gerda M. Meyer führte von 1929 bis 1948 regelmäßig Tagebuch. Ihre Aufzeichnungen geben Einblicke in ihren Alltag, ihre persönlichen Beziehungen und ihr kulturelles Leben. Gleichzeitig dokumentieren sie die politischen Veränderungen und die zunehmende antisemitische Ausgrenzung und Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus.
1933 schloss Gerda M. Meyer ihre Ausbildung erfolgreich ab. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung wurde ihr anschließend die Berufsausübung verwehrt.
Heute setzen sich Studierende der Alice Salomon Hochschule künstlerisch mit ihrer Biografie und ihren Tagebuchaufzeichnungen auseinander. Aus dieser Auseinandersetzung entstand der Film „In den Seiten der Zeit – Ich leb’ so gern“.
Geschichte mit der Gegenwart verbinden
Die Beschäftigung mit Gerda M. Meyers Leben wirft auch Fragen auf, die bis in die Gegenwart reichen: Wie erinnern wir an die Verfolgung jüdischer Menschen während des Nationalsozialismus? Welche Bedeutung haben persönliche Lebensgeschichten und Erinnerungen für die Auseinandersetzung mit Antisemitismus? Und wie können wir über Antisemitismus sprechen, ohne die Perspektiven und Erfahrungen der Betroffenen aus dem Blick zu verlieren?
Im anschließenden Gespräch mit Klaus Lederer und der Großnichte Gerda Meyers – Ulrike Cordier – besteht die Möglichkeit, diese und weitere Fragen gemeinsam zu diskutieren. Moderiert wird das Gespräch von Henny Engels vom Bündnis für Demokratie Marzahn-Hellersdorf.
Besonders passend ist der Veranstaltungsort: Gerda M. Meyer selbst absolvierte ihre Ausbildung an der damaligen Sozialen Frauenschule. Fast ein Jahrhundert später setzen sich Studierende an derselben Hochschule mit ihrer Geschichte auseinander.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung statt und ist ein gemeinsamer Beitrag des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und der Koordinierungsstelle Demokratie Marzahn-Hellersdorf.
Montag, 12. Oktober 2026
18 Uhr
Audimax der Alice Salomon Hochschule Berlin
Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin
Film: „In den Seiten der Zeit – Ich leb’ so gern“
Anschließendes Gespräch: Klaus Lederer und Ulrike Cordier.
Moderation: Henny Engels
Wir laden herzlich dazu ein, gemeinsam den Film anzuschauen und anschließend über Gerda M. Meyers Geschichte, Erinnerungskultur und Antisemitismus heute ins Gespräch zu kommen.
